Mo, 18.12.2017

Mundspülung

Sinnvoll oder unnötig?


Wie sinnvoll sind Mundwässer und Mundspülungen

Wer kennt sie nicht, die Flaschen mit farbiger Flüssigkeit, die in den Regalen bei den Zahnpflegeprodukten stehen? Die Auswahl ist groß, die Versprechungen auch. Aber sind sie wirklich sinnvoll oder schaden sie gar?

Mundwasser und Mundspülung – was ist der Unterschied?

Kosmetische Mundwässer fallen unter die "Verordnung für kosmetische Mittel", d.h. eine Wirksamkeit muss nicht nachgewiesen werden. Sie werden mit Wasser verdünnt angewendet und verleihen – ähnlich wie z.B. auch Kaugummi, durch Inhaltsstoffe wie Pfefferminze oder Menthol kurzfristig frischen Atem. Die Ursachen für den schlechten Atem werden dabei aber natürlich nicht bekämpft.

Mundspülungen hingegen werden unverdünnt angewendet, sollen Plaque lösen und schädliche Keime abtöten. Auch hier gibt es Varianten:

Kariesvorbeugende Mundspülungen

lockern Zahnbelag auf, der sich dann leichter entfernen lässt und enthalten oft auch kariesreduzierende Zusatzstoffe wie Zinnfluorid oder Aminfluorid. Ein nachweisbarer Effekt entsteht dabei erst ab 0,025 % Fluorid.

Zahnfleischpflegende Mundspülungen

beruhigen durch Kräuter und andere Inhaltsstoffe gereizte Stellen des Zahnfleischs, beseitigen aber natürlich nicht die Ursachen für Zahnfleischentzündungen.

Medizinische Mundspülungen

werden vom Zahnarzt verschrieben und enthalten medizinisch wirksame Inhaltsstoffe gegen Keime, wie z.B. Chlorhexidizin. Aufgrund von Nebenwirkungen, ist der Einsatz von medizinischen Mundspülungen nur zeitlich begrenzt ratsam.

Mundspülungen ohne Alkohol

sind für Kinder ab sechs Jahren gedacht, bzw. wenn diese zuverlässig ausspucken können (Fluorid-Überdosierung) und für alkoholkranke Erwachsene.

Für wen sind Mundspülungen geeignet?

Da bei der Anwendung von Mundspülungen auch Bakterien abgetötet werden, die sich günstig auf die Mundflora auswirken, ist ein dauerhafter Gebrauch bei gesunden Zähnen nicht ratsam.
Sinnvoll ist der Einsatz hingegen:

  • bei freiliegenden Zahnhälsen
  • im Rahmen einer Parodontitis-Behandlung
  • bei festen Zahnspangen mit Brackets
  • Ohrenschmerzen
  • bei älteren und behinderten Menschen, die Schwierigkeiten bei der Zahnpflege haben
  • nach einer Operation, um den Heilungsprozess zu unterstützen
  • wenn eine sorgfältige Mundhygiene nicht möglich ist, z.B. während eines Krankenhausaufenthalts

Fazit

Mundspülungen ersetzen weder das tägliche Zähneputzen noch die gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume.
Unter bestimmten Umständen (siehe oben) kann jedoch eine zeitlich begrenzte Anwendung ratsam sein. In solchen Fällen beraten wir Sie gerne.


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